Hopfen und Malz, Gott erhalt's!

Der Hopfen (latein. Humulus lupulus) gehört zur Familie der Hanfgewächse und blüht von Juli bis August. Die Kletterpflanze wird 3-6 Meter hoch, ihre Triebe winden sich rechts herum und besitzen hakige Kletterhaare. Die lupinhaltigen und aromareichen Hopfendolden bilden sich nur bei der weiblichen Hopfenpflanze aus, weshalb nur diese angebaut wird. Männlicher Hopfen findet nur in der Hopfenzüchtung zur Kreuzung Verwendung.

 

Hopfenpflanzen haben eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren. Es gibt zahlreiche verschiedene Hopfensorten. Hierbei unterscheidet man zwischen Aromasorten (hoher Gehalt an Aromastoffen, niedriger Bitterstoffgehalt) und Bitterstoffsorten (hoher Bitterstoffgehalt). Als neuer Trend in der Hopfenzüchtung sollen bei den Flavor-Hops neue Aroma- und Bitterqualitäten mit Fruchtaromen erzeugt werden.

 

Hopfen stammt überwiegend aus Deutschland – Die Hallertau gilt als das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Dort gedeiht das Gewächs wohl etwa seit dem 8. Jahrhundert. Zu dieser Zeit entdeckten Pflanzenkundige den Hopfen auch als Heilpflanze. Er sollte Leber- und Gallenbeschwerden lindern. Seit dem 18. Jahrhundert ist Hopfen auch als Schlaf- und Nervenmittel bekannt. Die heutzutage mit großem Abstand wichtigste Nutzungsform des Hopfens ist jedoch die Anwendung der weiblichen Blütenstände als Würze beim Bierbrauen.

 

Der Erfolg des urbayerischen Produktes Bier hat historische Gründe. Nach dem bayerischen Reinheitsgebot von 1516 darf Bier nur aus Hopfen, Malz und Wasser gebraut werden. Gerade diese Rohstoffe stehen im Landkreis Pfaffenhofen in bester Qualität zur Verfügung. Dank der örtlichen Braukünste gedeiht hier eine Vielzahl an Biersorten – für jeden Genießer und für jede Gelegenheit die geeignete.

 

Weitere Informationen zum Hopfen und seiner Geschichte erhalten Sie beim Deutschen Hopfenpflanzerverband: www.deutscher-hopfen.de.