Erfolgsfaktor INNOVATION – Programme und Kredite für einen innovativen Mittelstand

Veröffentlicht am: 19 Sep. 19 in der Kategorie Aktuelles Unternehmensservice


Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind die zentrale Basis für eine dynamische Wirtschaftsentwicklung in Deutschland. Gleichzeitig stehen sie im globalen Wettbewerb vor immer neuen Herausforderungen. Kontinuierliche Produkt- und Service-Innovationen sind gefragt, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der deutsche Mittelstand ist bekannt für Mut, Kreativität und Marktgespür. „Oft scheitert jedoch das hohe Innovationspotenzial gerade in kleinen und mittleren Betrieben an mangelnden finanziellen und personellen Ressourcen“, weiß Johannes Hofner vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm (KUS). Mittlerweile gebe es aber sowohl auf Bundes- als auch auf Europa-Ebene eine Vielzahl an Förderprogrammen, um Innovationsvorhaben in kleinen und mittleren Betrieben gezielt zu stärken und mit Innovationskrediten zu unterstützen.

Bei der erfolgreichen Umsetzung von Innovationsvorhaben bis hin zur Markteinführung helfe ein innerbetriebliches Innovationsmanagement. Unterstützung bei der Analyse und Optimierung der eigenen Innovationsfähigkeit bietet das europaweit etablierte Tool IMP³rove. „Dieses Analyse-Programm wird von der Europäischen Kommission finanziert und steht kostenfrei zur Verfügung“, heißt es aus dem KUS. Das Angebot richtet sich an alle KMU in Bayern mit 25 bis 250 Mitarbeitern, die ihre betriebliche Innovationsfähigkeit messen und gezielt verbessern wollen. Die Analyse wird begleitet von Innovationsexperten, die zunächst eine Bestandsaufnahme vornehmen und darauf aufbauend verbesserungsfähige Bereiche identifizieren und neue Denkanstöße für Produkt- und Service-Innovationen liefern.

Impulse für mehr Innovationskompetenz erhalten Unternehmen auch, indem sie den Blickwinkel erweitern und über die eigene Unternehmensgrenze hinaus nach neuen Anstößen für Innovationen suchen. „Insbesondere KMU profitieren in besonderem Maße von der gezielten Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, sagt KUS-Vorstand Hofner. In Deutschland werde daher besonders stark die Vernetzung in Innovationsverbünden gefördert.

Hierzu zählt zum Beispiel das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) der Bundesregierung. Gefördert werden technologie- und branchenoffene, marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von innovativen Mittelständlern, entweder in Form von Einzelprojekten oder als Kooperationsprojekte und -netzwerke mit verschiedenen nationalen und internationalen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft. Den Förderzuschuss erhalten Projekte mit einem hohen Innovationsgehalt und guten Marktverwertungschancen. „Das Antrags- und Genehmigungsverfahren ist schnell und unbürokratisch angelegt, um innovative Produkte und Dienstleistungen möglichst zügig in den Markt einzuführen“, betont Hofner.

Innovationsvorhaben sind mit einem hohen Risiko verbunden. Statistiken belegen, dass rund 80 Prozent aller Innovationsprojekte scheitern. „Angesichts dieser Zahlen ist die Zurückhaltung von Banken und anderen privaten Kreditgebern bei der Finanzierung von Innovationsprojekten durchaus verständlich“, so Hofner weiter. Als Alternative biete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) verschiedene Förderkredite an:
Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit fördert zum einen die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Vertriebswegen. Zum anderen werden auch Innovationsvorhaben finanziert, bei denen neue oder substantiell verbesserte Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Die Kreditkonditionen und Zugangsvoraussetzungen für KMU und Freiberufler wurden zum 1. Juli 2019 nochmals verbessert und erweitert.
Finanzierungspakete aus Fremd- und Nachrangkapital bietet das Programm ERP-Mezzanine für Innovationen. Ziel ist eine langfristige Finanzierung marktnaher Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis hin zur Marktreife. Beide Kredite können bei der KfW beantragt werden.

Kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler im Landkreis Pfaffenhofen können mit ihrem Innovationsvorhaben, unabhängig von Branche und Innovationsgrad, die Unterstützung anfragen, die sie benötigen. Einen gesamten Überblick über die verschiedenen Innovationsprogramme und –kredite erhalten interessierte Unternehmen auf Nachfrage beim KUS unter 08441-40074-40 und auf der Webseite: www.kus-pfaffenhofen.de.