Coronavirus: Aktuelle Informationen für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Veröffentlicht am: 17 Jun. 20 in der Kategorie Aktuelles Unternehmensservice


Die Kultur- und Kreativwirtschaft setzt sich zusammen aus Freischaffenden und / oder Unternehmern aus den Bereichen Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkwirtschaft, Markt für darstellende Künste, Designwirtschaft, Architekturmarkt, Pressemarkt, Werbemarkt sowie der Software-/Games-Industrie. Keine Konzerte, keine Veranstaltungen oder Ausstellungen. Für die Kultur- und Kreativwirtschaft stellt die Corona-Krise eine große Herausforderung dar. Nachfolgend haben wir die von offiziellen Stellen verfügbaren Informationen für Sie zusammengefasst:

Kunst- und Kultur sind Vorreiter für die weiteren Öffnungsschritte im gesamten Veranstaltungsbereich. Seit 15. Juni sind erstmals wieder Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich mit bis zu 50 Gästen in Innenräumen und mit bis zu 100 Gästen im Freien möglich. Ab 22. Juni 2020 werden diese Personenhöchstzahlen erweitert: Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich werden mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 100 Besuchern in Innenräumen und mit bis zu 200 Besuchern im Freien möglich sein.

Der Chorgesang im Bereich der Laienmusik wird ab 22. Juni 2020 wieder zugelassen. Voraussetzung ist ein Mindestabstand der Beteiligten von 2 m, regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer. Das Wissenschaftsministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein entsprechendes Hygienekonzept entwickeln und veröffentlichen.

 

Lockerung der Maskenpflicht bei Veranstaltungen im Kunst- und Kulturbereich und Kinos

  • Die umfassende Maskenpflicht bei Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, Kinos etc. in geschlossenen Räumen wird mit Wirkung zum 1. Juli 2020 gelockert.
  • Für die Besucher gilt Maskenpflicht nur noch, solange sie sich nicht an ihrem Platz befinden.
  • Die bestehenden Regelungen für Mitwirkende (grundsätzliche Maskenpflicht, soweit dies nicht zu einer Beeinträchtigung der künstlerischen Darbietung führt oder solange der Mitwirkende noch keinen festen Platz eingenommen hat) bleiben hiervon unberührt.

 

Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler

Das vom Ministerrat Ende April 2020 beschlossene Hilfsprogramm für freischaffende Künstlerinnen und Künstler dient zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur Kompensation von Honorarausfällen infolge der Corona-bedingten Schließungen von Kultureinrichtungen und Veranstaltungsausfällen. Es wird für einen erweiterten Kreis der Anspruchsberechtigten umgesetzt.

Antragsberechtigung:
Antragsberechtigt sind….
– Freischaffende Künstlerinnen und Künstler,
– mit Hauptwohnsitz in Bayern (Stichtag 1. April 2020),
– die eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausüben,
– und die Bestätigung einer Versicherung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (Stichtag 1. April 2020) vorlegen können oder versichern, dass sie den Lebensunterhalt überwiegend aus erwerbsmäßiger künstlerischer oder publizistischer Tätigkeit gemäß dem Katalog der Künstlersozialkasse bestreiten (entsprechende Nachweisen für diese Tätigkeit sind erforderlich).

Ausschlusskriterien:
Künstlerinnen und Künstler, die eine andere Soforthilfe Corona des Freistaates Bayern oder des Bundes oder Leistungen zur Grundsicherung (SGB II oder SGB XII) erhalten oder beantragt haben, sind von einer Antragstellung ausgeschlossen.
Gleiches gilt für Künstlerinnen und Künstler, die sich am 31. Dezember 2019 gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung bereits in Schwierigkeiten befanden.

Nachtrag:

Vom Bayerischen Ministerrat wurde beschlossen, dass nun auch freischaffende Künstler*innen antragsberechtigt sein sollen, die bereits „Soforthilfe Corona“ des Freistaats Bayern und des Bundes bekommen haben, wenn diese sich auf insgesamt weniger als 3.000 € belief. Diese Leistungen der „Soforthilfe Corona“ werden dazu auf die Leistungen des Künstler*innenhilfsprogramms angerechnet, damit kann eine Aufstockung der Hilfsleistungen auf insgesamt bis zu 3.000 € erfolgen.

Alle Informationen dazu finden Sie hier: https://bit.ly/3epdqQP

Bayernweite telefonische Hotline dazu: Telefon: 089 233 289 22 (Dienstag – Freitag: 10 – 13 Uhr)

Umfang der Förderung:
Über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro, wenn die fortlaufenden Einnahmen aufgrund der Corona-Pandemie zur Sicherstellung des Lebensunterhalts nicht ausreichen.
Die Leistung wird für bis zu drei aufeinander folgende Monate im Zeitraum 01.05.2020 bis 30.09.2020 gewährt. Der Leistungszeitraum beginnt frühestens mit dem Monat des Antragseingangs bei der Bewilligungsstelle. Der Leistungszeitraum endet mit Ablauf des 30.09.2020, unabhängig davon, ob der maximale Leistungszeitraum von drei Monaten vollständig ausgeschöpft wurde.

Ansprechpartner:
Ausgerufen wird das Programm vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Antragsbearbeitung erfolgt bei den Bezirksregierungen. Die Beratung findet durch das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München statt. Dieses ist von Dienstag bis Freitag zwischen 10 und 13 Uhr erreichbar unter der Nummer 089 233 289 22. Fragen zu einzelnen Anträgen (Bearbeitungsstand etc.) können von der Hotline nicht beantwortet werden können.

Antragsformular:
Die Online-Antragstellung ist unter diesem Link möglich:

www.kuenstlerhilfe-corona.bayern

 

INFOS FÜR DIE GESAMTBRANCHE

Die Maßnahmen der Bundesrepublik im Überblick: Hilfen für Künstler und Kreative. Die Corona-Pandemie hat verheerende Folgen für die Kultur- und Kreativwirtschaft. Vor allem viele kleine Kultureinrichtungen stehen am finanziellen Abgrund. Für Künstlerinnen und Künstler geht es um die Existenz. Hier finden Sie die Maßnahmen der Bundesregierung im Überblick und weitere Förderleistungen.

Speziell für diese Branche gibt es eine Übersicht aller relevanten Hilfsprogramme des Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (bayernkreativ).

Weitere Orientierung zu dem Thema bietet der neugegründete Bayerische Landesverband zur Kultur- und Kreativwirtschaft.

Kreative Deutschland hat hier eine sehr gute Übersicht aller Fördermöglichkeiten geschaffen.

Corona-Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder: Die Verwertungsgesellschaft GEMA hat ein 40 Mio. starkes Nothilfe-Programm für ihre Mitglieder aufgesetzt.

FilmFernsehFonds Bayern: Jetzt für die Zukunft: Bayern unterstützt Kreative mit neuer Förderung für Extended Realities (XR)- Formate

Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München: Neue Crowdfunding-Förderung in Zeiten von Corona.

Das Kulturreferat der Stadt Nürnberg hat ein spendenfinanziertes Soforthilfeprogramm angestoßen.

Das Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt München hat eine Telefon-Hotline eingerichtet. Diese ist jeweils Dienstag bis Freitag von 10-13 Uhr besetzt und unter der Telefonnummer 089-233 289 22 erreichbar.

Basierend auf der Corona-Pandemie kommt es bei Versicherten und abgabepflichtigen Unternehmen in der Künstlersozialversicherung zu Einnahmeausfällen. Die Künstlersozialkasse hat daher verschiede Maßnahmen ergriffen, um Zahlungserleichterungen zu verschaffen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

INFOS FÜR MUSEEN

Programm „Neustart“ für Museen: Das BKM unterstützt einmalig mit bis zu 10 Millionen Euro Schutzmaßnahmen, die eine Wiedereröffnung vor allem kleinerer und mittlerer Kultureinrichtungen ermöglichen, welche Corona-bedingt geschlossen wurden. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

INFOS FÜR ORCHESTER

Das BKM stellt 5,4 Millionen Euro an Soforthilfen für freie Orchester und Ensembles zur Verfügung. Ziel des Hilfsprogramm ist es, künstlerisches Arbeiten trotz der Corona-Pandemie zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

INOFS FÜR KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER

Informationen zum neuen Hilfsprogramm für soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler finden Sie hier.

 

INFOS FÜR DEN ARCHITEKTURMARKT

Spezielle Informationen für den Architekturmarkt stellt die Bayerische Architektenkammer auf ihrer Webseite zur Verfügung.

 

INFOS FÜR THEATERSCHAFFENDE

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) stellt 50.000 Euro zur solidarischen Unterstützung von durch die Corona-Krise in Not geratenen Theaterschaffenden zur Verfügung.

 
 

INFOS FÜR KINOBETREIBER

Der FilmFernsehFonds Bayern zahlt gewerblichen bayerischen Kinos seit dem 8. April Sofort Prämien zur Existenzsicherung.
 
 

INFOS FÜR FUNK UND FERNSEHEN

Staatsregierung beschließt Fortsetzung der Förderung von lokalen und regionalen Fernsehangeboten.

  • Die bis Ende 2020 befristete staatliche Föderung der lokalen und regionalen TV-Anbieter im Freistaat wird für weitere vier Jahre fortgeführt.
 
 
 

INTERVIEW Hallertau.de

Welche besonderen Auswirkungen hat die Krise auf die Branche und wie könnten möglichen Lösungsansätze aussehen? Hallertau.de hat dazu ein Interview mit Beate Laux vom Kommunalunternehmen Strukturentwicklung Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm geführt.

Zum Interview gelangen Sie hier.

 

Ansprechpartner im KUS

Ihr Anliegen lässt sich über die oben genannten Informationen und Verweise nicht klären? Selbstverständlich stehen Ihnen die Mitarbeiter im KUS auch für Fragen zur Verfügung.

Sie erreichen uns telefonisch unter 08441 40074-40 sowie per Email

Neue Informationen werden wir weiterhin auf dieser Webseite veröffentlichen.

 

Bleiben Sie gesund!

 

Hinweis: Wir informieren hier so gut es geht, es handelt sich aber keine rechtliche oder steuerliche Beratung und wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Ebenso versuchen wir die Infos so aktuell wie möglich zu halten, können aber keine Gewähr hierfür geben.