Coronavirus: Informationen zu Wirtschaftshilfen

Veröffentlicht am: 5 Apr. 21 in der Kategorie Aktuelles Unternehmensservice


Als Wirtschaftsförderung des Landkreises nehmen wir die durch das Coronavirus für unsere Unternehmen, Freiberufler, Kreativschaffende, Hotellerie- und Gastronomiebetriebe sowie die weiteren touristischen Leistungsträger entstandene Problemlage sehr ernst.

Nachfolgend möchten wir Ihnen eine Kurzzusammenfassung aktueller Wirtschaftshilfen und weiterführende Links hierzu bereitstellen:

 

Kurzübersicht / Zeitliche Abgrenzung Wirtschaftshilfen:

November-/Dezemberhilfe:
Bezieht sich auf die Fördermonate November und Dezember 2020 und kann für diese bis zum 30. April 2021 beantragt werden. Gefördert werden hier bis zu 75 Prozent des Vergleichsumsatzes. Berechtigt sind direkt / indirekt von der Schließung (aufgrund der Beschlüsse vom 28. Oktober 2020, 25. November 2020 und 2. Dezember 2020) Betroffene. Für Unternehmen, die hingegen auf Grundlage der zum 16. Dezember 2020 erlassenen Schließungsverordnungen Einbußen haben, ist die Überbrückungshilfe III einschlägig.
 

Überbrückungshilfe II:
Die zweite Phase umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Für die Antragsberechtigung sind die Umsätze der Monate April bis August 2020 relevant. Anträge konnten gestellt werden bis längstens 31. März 2021 (Antragsfrist wurde verlängert). Gefördert wird ein prozentualer Anteil an den förderfähigen Fixkosten.
 

Überbrückungshilfe III:
Fördermonate sind November 2020 bis Juni 2021. Für die Antragsberechtigung ist ein Corona-bedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 relevant. Gewährt werden Zuschüsse zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs. Anträge können ab sofort und bis längstens 31. August 2021 gestellt werden.

Verbesserung und neuer Eigenkapitalzuschuss im Rahmen der Überbrückungshilfe III:
Der neue Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021. Neben dem neuen Eigenkapitalzuschuss wird die Überbrückungshilfe auch insgesamt nochmal verbessert. Die vorgesehenen Verbesserungen und die Details zum Eigenkapitalzuschuss finden Sie hier. Die FAQ zur Überbrückungshilfe III werden im Hinblick darauf erst noch überarbeitet.

 

Neustarthilfe:

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige und unter bestimmten Voraussetzungen Kapitalgesellschaften unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie umfasst eine Einmalzahlung von bis zu 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes (maximal 7.500 Euro). Die Neustarthilfe kann zusätzlich zur Überbrückungshilfe II und zur November-/Dezemberhilfe beantragt werden, nicht jedoch, wenn Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird.

 

Mehr Details zur Antragsberechtigung und Antragstellung zu den einzelnen Hilfen finden Sie nachstehend verlinkt:

 

November- und Dezemberhilfe:

November- u. Dezemberhilfe für direkt und indirekt von der Schließung (aufgrund der Beschlüsse vom 28. Oktober 2020, 25. November 2020 und 2. Dezember 2020, nicht jedoch auf Grundlage der zum 13. Dezember 2020 erlassenen Schließungsverordnungen) betroffene Unternehmen aller Größen und Branchen.

Anträge auf Novemberhilfe und Dezemberhilfe können bis 30. April 2021 gestellt werden.

Die Höhe der maximalen Abschlagszahlung wurde von 10.000 Euro auf 50.000 Euro angehoben. Die Abschlagszahlungen für Dezember starteten am 5. Januar 2021.

Antragsberechtigung, Höhe der Förderung, etc.:

Auf der FAQ-Seite des Ministeriums zur November- und Dezemberhilfe finden Sie die Details, welche Unternehmen jeweils als direkt oder indirekt betroffen gelten und damit antragsberechtigt sind.

Bitte beachten: Für Unternehmen, die auf Grundlage der am 16. Dezember 2020 erlassenen Schließungsverordnungen Einbußen haben, ist die Überbrückungshilfe III einschlägig.

Antragstellung:

Anträge können ab sofort über den Antragslogin der bundeseinheitlichen IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Der Antrag muss elektronisch durch einen Steuerberatenden, Wirtschaftsprüfenden, vereidigten Buchprüfenden, Rechtsanwalt oder Rechtsanwältin gestellt werden (sogenannte prüfende Dritte).

Hier gibt es ausführliche Informationen zur Registrierung und Anmeldung für prüfende Dritte

Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt über den Direktantragslogin, sofern sie bisher noch keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben. Als Voraussetzung hierfür wird ein ELSTER-Zertifikat benötigt. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem ELSTER-Portal.

Hier gibt es ausführliche Informationen zum Direktantrag für Soloselbständige

FAQs zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe:

Hier werden seitens des Bundesfinanzministeriums häufig gestellte Fragen zur November- und Dezemberhilfe beantwortet.
Hier geht’s zur Übersichtswebseite der November- und Dezemberhilfe.



 

 

Überbrückungshilfe III:

Antragsberechtigung:

Grundsätzlich sind Unternehmen bis zu einem Umsatz von 750 Mio. Euro im Jahr 2020, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen für den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 antragsberechtigt, die in einem Monat einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben. Unternehmen, die November- und/oder Dezemberhilfe erhalten, sind für diese Monate nicht antragsberechtigt.

Die Details zur Antragsberechtigung finden Sie in den FAQs zur Überbrückungshilfe III

Höhe der Förderung:

Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von

bis zu 90 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %
im Fördermonat im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019.

Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 % gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe III für den jeweiligen Fördermonat.

Die Details zur Höhe der Förderung und zu weiteren Details (z.B. im Fall neu gegründeter Unternehmen) finden Sie in den FAQs zur Überbrückungshilfe III

Förderfähige Kosten:

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare betriebliche Fixkosten gemäß einer Liste, die Sie in den FAQs finden. Förderfähig sind auch bestimmte Kosten für bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten, bestimmte Investitionen in Digitalisierung (z.B. Aufbau oder Erweiterung eines Online-Shops) und Marketingkosten.

Wie erfolgt die Antragstellung:

Der Antrag kann auf www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de über eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt sowie über vereidigte Buchprüferinnen und Buchprüfer stellen. Die Kosten werden bezuschusst.
Der Antrag kann bis zum 31. August 2021 gestellt werden. Eine Antragstellung ist nur einmal für den gesamten Förderzeitraum möglich (ausgenommen Änderungsanträge). D.h. wenn der Antrag im Laufe des Förderzeitraums gestellt wird, basiert dieser rückblickend auf tatsächlichen betrieblichen Zahlen und vorausblickend auf Planzahlen. Im Rahmen der Schlussabrechnung erfolgen der Abgleich der Planzahlen mit den tatsächlichen Zahlen und entsprechende Anpassungen.

 

 

 

Neustarthilfe:

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist. Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie z.B. die Grundsicherung. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Leistungen der Grundsicherung angerechnet. Es kann entweder die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III beantragt werden, nicht beides.

Wer kann die Förderung beantragen?

Bei der Antragstellung Neustarthilfe gelten unterschiedliche Antragskriterien für folgende Gruppen:

– Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften
– Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter (Ein-Personen-Kapitalgesellschaften),
– Kapitalgesellschaften mit mehreren Gesellschaftern (Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften) sowie
– Sonderfall: kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

Was und wie wird gefördert?

Der Förderzeitraum für die Neustarthilfe ist Januar bis Juni 2021. Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal aber 7.500 Euro, und wird in einem Betrag ausgezahlt. Die Berechnung des Referenzumsatzes wird in FAQ 3.2 erläutert.

Was ist mit der November- und Dezemberhilfe, der Überbrückungshilfe II sowie der Überbrückungshilfe III?

Der sechsmonatige Förderzeitraum der Neustarthilfe (Januar bis Juni 2021) überschneidet sich nicht mit der zweiten Phase des Überbrückungshilfeprogramms (Leistungszeitraum September bis Dezember 2020) und mit der November- oder Dezemberhilfe (Leistungszeitraum November 2020 bzw. Dezember 2020). Die Neustarthilfe kann somit zusätzlich zu diesen Hilfen beantragt werden.

Die Neustarthilfe kann hingegen nicht beantragt werden, wenn Überbrückungshilfe III in Anspruch genommen wird und umgekehrt. Die Antragstellenden müssen sich entscheiden, ob sie die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen wollen.

Wie erfolgt die Antragstellung?

Soloselbstständige, die die einmalige Neustarthilfe beantragen, müssen ihre Anträge direkt auf direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen. Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Eine Antragstellung für Kapitalgesellschaften oder die Berücksichtigung der Umsätze von Personengesellschaften ist erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich.

Wichtige Hinweise:

– Jede soloselbständige Person kann nur einen Antrag auf Neustarthilfe für den gesamten Förderzeitraum stellen.
– Der Direktantrag auf Neustarthilfe kann nur einmal gestellt werden. Eine nachträgliche Änderung des Antrags nach dem Absenden ist nicht möglich. Bitte füllen Sie den Direktantrag daher sorgfältig und in Ruhe aus.
– Sie können entweder die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III in Anspruch nehmen. Wenn Sie einen Antrag auf Neustarthilfe gestellt haben, kann dieser zu einem späteren Zeitpunkt auch nicht zurückgezogen werden, um die Überbrückungshilfe III beantragen zu können.
– Lesen Sie neben dieser Kurzdarstellung auch die vollständige Erläuterung zur Neustarthilfe durch.
– Beachten Sie die FAQs zur Neustarthilfe.

 

Einen detaillierten Leitfaden der IHK für Antragsteller der Neustarthilfe finden Sie hier.

 

 

 

 

 

Überbrückungshilfe II – Antragsfrist am 31.3.2021 abgeaufen(!):

Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum konnten gestellt werden bis längstens 31. März 2021 (Antragsfrist wurde verlängert). Änderungsanträge für die Überbrückungshilfe II können bis zum 31. Mai 2021 gestellt werden. Eine Korrektur der Kontoverbindung ist für die Überbrückungshilfe II bis zum 30. Juni 2021 möglich.

Weitere Infos in den FAQs zur Antragsberechtigung und Antragstellung:
FAQs zur Überbrückungshilfe II

 

 

 

KfW-Schnellkredit:

KfW-Schnellkredit 2020
Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Das Wichtigste:
Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
für alle Unternehmen, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
100 % Risikoübernahme durch die KfW
die KfW verlangt von der Hausbank keine Risikoprüfung
Max. Kreditbetrag: bis zu 25 % des Jahresumsatzes 2019 pro UnternehmensgruppeMaximal 300.000 Euro pro Unternehmensgruppe bis einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen.
Maximal 500.000 Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.
Maximal 800.000 Euro pro Unternehmensgruppe mit mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.
Bis zu 10 Jahre Zeit für die Rückzahlung, 2 Jahre keine Tilgung
Voraussetzung: Sie haben im Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2019 oder im Jahr 2019 einen Gewinn erzielt (bzw. seit Sie am Markt aktiv sind, falls der Zeitraum kürzer ist)

Die Antragstellung erfolgt über Ihre Bank oder Sparkasse. Zur Vorbereitung der Antragstellung können Sie die Webseite der KfW nutzen.

 

 

LfA-Schnellkredit:

Der LfA-Schnellkredit bietet Unterstützung für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern und 100% Risikoübernahme durch den Freistaat Bayern.

Der Corona-Schutzschirm-Kredit mit obligatorischer 90-prozentiger Haftungs­freistellung richtet sich auch an größere Unternehmen.

Informationen zu diesen und weiteren Angeboten gibt es auf der Webseite der LfA.

 

 

 

Informationen zu Verordnungen etc. im Zusammenhang mit Corona finden Sie auf unserer Corona-Infoseite.